Baumwollpflanze

Fairer Handel: Das Recht auf eigene Wertschöpfung

Mit Fair Trade Baumwolle auf Gandhis Spuren

Indien ist weltweit der größte Produzent von Bio-Baumwolle. Die Bauern, mit denen PROLANA zusammenarbeitet, möchten, dass das so bleibt: die Preise für Bio-Baumwolle liegen über denen für konventionelle Baumwolle und die Fair Trade Prämie sichert die Bauern zusätzlich ab. Doch inzwischen haben die indischen Bauern Probleme, genügend Bio-Saatgut zu bekommen. Die Agrochemie-Giganten dominieren den Markt und bieten fast ausschließlich genmanipuliertes Baumwollsaatgut an. Dass PROLANA nur Fair gehandelte Bio-Baumwolle kauft, hilft den indischen Bio-Bauern, sich dem Druck der Agrarchemieindustrie zu widersetzen. Und mit PROLANA folgen Sie Mahatma Gandhis Spuren: Die indische Bio-Baumwolle für PROLANA wird auch in Indien verarbeitet. Das schafft Arbeitsplätze. Dass indische Baumwolle im Land verwebt wird, dafür saß Mahatma Gandhi vor knapp 100 Jahren hinter seinem Spinnrad und gelegentlich hinter Gittern.

Fair Trade hilft nicht nur schlauen Bauern, ...

Zehnjährige Shuhashree Suna aus Singpali mit Hase Bobo

sondern auch begabten Schülerinnen und Schülern im indischen Bundesstaat Orissa. Die Bio-Baumwollbauern in Orissa haben entschieden, dass mit einem Teil der Fair Trade Prämie begabte Kinder in der Region gefördert werden sollen. 700 Kandidaten in zwei Altersgruppen haben sich 2012 am Begabtenwettbewerb beteiligt, und Fragen zum Thema Baumwollanbau gehörten selbstverständlich auch dazu. Das Preisgeld darf nur für bildungsbezogene Ausgaben wie z.B. Bücher oder Tutorien verwendet werden. Zu den Siegern gehört auch die zehnjährige Shuhashree Suna. Sie lebt mit ihren Eltern im Dorf Singpali. Es war ein Zufall, dass ein PROLANA Mitarbeiter am Tag der Preisverleihung in Orissa war, um Bio-Baumwollbauern zu besuchen, weshalb Shuhashree zur Feier des Tages einen PROLANA Bobo bekam.

Fair Trade auf vier Beinen im indischen Gujarat

Bio-Kleinbauer im indischen Gujarat

Mehr als 2000 Bio-Kleinbauern im Südosten des indischen Bundesstaates Gujarat haben sich im Suminter Baumwollprojekt zusammengeschlossen. Die Böden sind nicht sehr fruchtbar, und da hilft vor allem eines: Mist. Aber dafür braucht man eine Kuh. Ein Bulle darf es auch sein, wenn er sich denn anschirren lässt – die wenigsten Bauern besitzen einen Traktor. Die Suminter Bauern kauften mit dem Fair Trade Zusatzeinkommen sieben Kühe für sieben Familien. Einzige Bedingung: Das erste Kalb wird kostenlos an eine andere Familie im Projekt abgegeben, die dann wieder das erste Kalb... Das Ergebnis: glückliche Kühe, Milch für die Familien, viel Mist und gesunde Bio-Baumwollpflanzen.